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Fair Trade Expert*in oder Fair Trade Anfänger*in? Wie gut kennst du dich im Fairen Handel aus?

Fair Fashion, Fair Food, Fair Play – Was weißt du über den (un-)Fairen Handel? Teste dein Wissen und finde heraus, ob du eher Expert*in oder Anfänger*in in Sachen „Fairer Handel“ bist.

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In den letzten Monaten wurde der Ruf nach einem Lieferkettengesetz immer lauter. Ein solches Gesetz soll dafür sorgen, dass …

Correct! Wrong!

Die Liste der Menschenrechtsverletzungen für Profite deutscher Unternehmen ist lang. Viele Unternehmen halten sich nicht freiwillig an Menschenrechte und scheren sich nicht um die Umwelt, auch wenn sie es gerne versprechen. Manche Unternehmen engagieren sich zwar schon jetzt verstärkt für die Achtung der Menschenrechte und den Umweltschutz – so z.B. auch Fair-Handels-Unternehmen. Doch sie werden benachteiligt gegenüber der verantwortungslosen Konkurrenz. Deshalb fordert die "Initiative Lieferkettengesetz" ein Gesetz, das die Unternehmen zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten verpflichtet. Das bedeutet: Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften – und wer zu Schaden kommt, kann ein Unternehmen dafür zur Rechenschaft ziehen.

Unterstützt jetzt die E-Mail-Aktion der Initiative Lieferkettengesetz an Bundeswirtschaftsminister Altmaier!

2020 dreht sich bei der Fairen Woche unter dem Motto „Fair statt mehr“ alles um das Thema „Ein gutes Leben für alle“. Wo hat das Konzept zum „guten Leben“ seinen Ursprung?

Correct! Wrong!

Was ist ein gutes Leben? Die Frage nach einem guten Leben hat sowohl eine individuelle als auch eine gesellschaftliche Dimension. Als zentrales Prinzip der indigenen Völker des Andenraumes in Südamerika bildet es unter dem Namen „Buen vivir“ den Rahmen für das gesellschaftliche Zusammenleben, das weder auf Kosten anderer Menschen noch auf Kosten der Natur erfolgen soll. Es zielt auf die materielle, soziale und spirituelle Zufriedenheit aller Mitglieder einer Gesellschaft und weist damit viele Gemeinsamkeiten mit dem Fairen Handel auf. Solidarität, Respekt gegenüber der Natur, die Berücksichtigung globaler Zusammenhänge und Partizipation sind Prinzipien, die gleichermaßen im Fairen Handel wie auch im Konzept des „Buen vivir“ von großer Bedeutung sind. Bezogen auf die individuelle Ebene ist das Konzept eines guten Lebens in westlichen Gesellschaften eng verbunden mit der Frage nach materiellem Reichtum. Materieller Wohlstand wird hier häufig als essentieller Bestandteil eines guten Lebens angesehen. Die Glücksforschung hat inzwischen nachgewiesen, dass ab einem bestimmten Level materiellen Wohlstands das Glücksgefühl nur noch unwesentlich zunimmt.

Es gibt eine Vielzahl an verschiedensten fair gehandelten Produkten aus der ganzen Welt. Welches Produkt gibt es nicht aus Fairem Handel?

Quelle: Foto: Forum Fairer Handel/Chr. Ditsch
Forum Fairer Handel/Chr. Ditsch
Correct! Wrong!

Papiertaschentücher gibt es (noch) nicht aus Fairem Handel. Von den ersten Informations- und Verkaufsständen zu Beginn der 1970-er Jahre bis zu einem Jahresumsatz von knapp 1,7 Mrd. Euro hat der Faire Handel in den letzten 50 Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt. Die kontinuierliche Ausweitung der Verkaufsstellen hat zur wachsenden Bekanntheit des Fairen Handels beigetragen. Heute findet man die unterschiedlichsten Produkte aus Fairem Handel in über 900 Weltläden, mehr als 40.000 Supermärkten und 20.000 Cafés, Kneipen und Restaurants. Mehr Infos zu den Verkaufsstätten

Weltweit gibt es rund 152 Millionen Kinderarbeiter. Das bedeutet, dass die Kinder ...

Quelle: TairA/shutterstock.com
TairA/shutterstock.com
Correct! Wrong!

Kinderarbeit bedeutet, dass Kinder unter Bedingungen arbeiten, die sie ihrer elementaren Rechte und Chancen berauben. An den Antwortmöglichkeiten wird deutlich, dass Kindern nicht jede Art von Arbeit verboten ist. Die Mitarbeit im Haushalt oder die Unterstützung der Eltern im Handwerksbetrieb oder in der Landwirtschaft kann wichtige gesellschaftliche Werte vermitteln und mitunter wertvoll für die persönliche Entwicklung der Kinder sein. Wenn aber Art und Umfang der Arbeit so sind, dass Kinder ausgebeutet werden und z.B. nicht die Schule besuchen können, spricht man von „ausbeuterischer Kinderarbeit“. Das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit ist eines der wichtigsten Kriterien im Fairen Handel. In den Standards von Fairtrade International (FLO), der World Fairtrade Organization (WFTO) und Naturland sowie Naturland Fair sind regelmäßige Kontrollen geregelt. Mehr zum Thema findest du im Blogbeitrag "Was ist eigentlich Kinderarbeit?"

Tryptophan ist eine der Aminosäuren, die in Kakaopulver zu großen Anteilen enthalten ist. Mit ihr kann der Körper den „Glücksbotenstoff“ Serotonin herstellen, der uns vor Depressionen und Angstzuständen bewahrt. Wie viel Kilogramm Schokolade isst ein*e Deutsche*r im Durchschnitt pro Jahr?

Quelle: JANIFEST/istockphoto.com
JANIFEST/istockphoto.com
Correct! Wrong!

Ein*e Deutsche*r verdrückt durchschnittlich ganze 11,7 Kilogramm Schokolade im Jahr – umgerechnet in verkaufsüblichen 100g-Tafeln ergibt das stolze 117 Tafeln Schokolade. Die Schokolade hat einen weiten Weg hinter sich. Mittlerweile wachsen 70 % des weltweit angebauten Kakaos in Westafrika, wobei die Elfenbeinküste und Ghana als Hauptanbauländer gelten. Kakaobäuer*innen, die im Fairen Handel arbeiten, erhalten feste und angemessene Preise für den Kakao und können dadurch ihre Lebens- und Arbeitssituation verbessern. Zudem erarbeiten sie gemeinsam mit den Fair-Handels-Unternehmen Strategien, um den globalen Krisen, wie dem Klimawandel, entgegenzutreten und dadurch auch langfristig die Handelsbeziehungen aufrecht zu erhalten und ein gesichertes Einkommen zu haben. Mehr zum Thema im Blogbeitrag "Esst faire Schokolade"

In den letzten Jahren sind immer mehr Siegel und Zeichen entstanden, die mit den Begriffen „fair“ und/oder "nachhaltig" um die Gunst der Konsument*innen werben. Viele davon leisten eine gute Arbeit, haben jedoch verschiedene Akzente und Schwerpunkte, wie z.B. Umweltschutz oder Biodiversität. Welches der folgenden Zeichen gehört nicht zum Fairen Handel?

Correct! Wrong!

Bioland steht nicht für Fairen Handel, sondern kennzeichnet Bio-Produkte. Diese sind nicht unbedingt fair gehandelt – und nicht alle fair gehandelten Produkte stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Allerdings nimmt der Anteil an biologisch hergestellten Lebensmitteln im Fairen Handel stetig zu. Bei Bio-Produkten werden in erster Linie ökologische Standards überprüft und umgesetzt. Entsprechend sind die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandardsin der Regel keine Voraussetzung für eine Bio-Zertifizierung. Obwohl der Fokus des Fairen Handels auf sozialen und Menschenrechts-Standards liegt, gehört der Schutz der Umwelt untrennbar zu einer fairen Wirtschaftsweise dazu: Denn fair zu handeln bedeutet auch, nachhaltig zu handeln – für Mensch und Natur. Dieser Gedanke findet sich bereits in den Grundsatzpapieren des Fairen Handels wieder. Die Umstellung auf biologische Landwirtschaft wird im Fairen Handel grundsätzlich gefördert und mit zusätzlichen Prämien honoriert – und oftmals erlauben erst die höheren Einnahmen aus dem Fairen Handel die oft kostspielige Umstellung.

Die Faire Woche ist die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland. Ob Faires Frühstück, Filmabend oder Flashmob – jede*r kann eine Veranstaltung zur Fairen Woche organisieren oder eine der vielen Aktionen im ganzen Bundesgebiet besuchen. Ob etwas in eurer Nähe stattfindet erfahrt ihr im Veranstaltungskalender unter fairewoche.de. Seit wann findet die Faire Woche statt?

Correct! Wrong!

Zum ersten Mal fand die Faire Woche 2001 statt. Jedes Jahr gibt es im Rahmen der Fairen Woche mehr als 2.000 Veranstaltungen in ganz Deutschland. Im Jahr 2019 gab es sogar 2.125 Veranstaltungen, wobei in Stuttgart, Paderborn und Berlin mit 134 bzw. 123 und 100 die meisten Aktionen organisiert wurden. Der Großteil der Veranstaltungen findet übrigens in Weltläden statt. 2018 waren es insgesamt 607 Aktionen. Mehr Infos zur Fairen Woche

Quiz: Fair Trade Experte oder Fair Trade Anfänger? Wie gut kennst du dich im Fairen Handel aus?
Fair Trade Anfänger

Irgendwie ahnst du, dass es in der Welt nicht ganz mit fairen Dingen zu sich geht – sonst wärst du sicher nicht bei diesem Quiz gelandet. Beim Begriff „Faire Handel“ kannst du aber nur mit den Schultern zucken. Das macht nichts – Wir helfen dir gerne! Schau dich doch einfach mal auf dem Blog um. Wir empfehlen dir für den Anfang diese Artikel:

"Video: Was ist Fairer Handel?"

"Wo bleiben die Menschenrechte bei unserem täglichen Konsum?"

"Die Geschichte des Fairen Handels"

Fair Trade Newcomer

Du weißt, dass es beim Fairen Handel um gerechtere Preise und Löhne geht und du hast auch schon mal das grün-blaue Siegel im Supermarkt gesehen. Das ist schon mal ein guter Anfang! Dennoch ist es Zeit, dein Wissen zu vertiefen. Wir empfehlen dir dafür zum Beispiel folgende Artikel auf unserem Blog:

"Was ist eigentlich Kinderarbeit?"

"Infografik: Milch fair einkaufen"

"Fairreisen - zwischen Generation Easyjet und Generation Greta"

Fair Trade Experte

Wow, wir sind beeindruckt! Du kennst dich richtig gut aus im Fairen Handel und wir können dir nicht mehr viel beibringen! Damit bist du qualifiziert, auch andere von der Idee des Fairen Handels zu überzeugen – dafür empfehlen wir dir folgende Blogbeiträge:

"Einen Tag fair leben - geht das?"

"Was hat Fridays for Future mit Fair Trade zu tun?"

"Unsere Schule wird Fairtrade School"

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Fair Challenge 2020Quelle: davidpareiras/photocase.de

Fair Challenge 2020

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Zur Fair Challenge

Die Faire Woche wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes, durch MISEREOR und durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des

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