"Menschenrechte und Umweltstandards im Handel achten" - Interview mit Johanna Kusch von der Initiative Lieferkettengesetz

Was machen Sie?

Die Initiative setzt sich für ein Gesetz ein, dass Unternehmen dazu verpflichtet, entlang ihrer Lieferkette Menschenrechte zu achten und Umweltzerstörung zu vermeiden.

Wie leisten Sie einen Beitrag zum Fairen Handel?

Sofern Menschenrechte nicht geachtet werden, kann Handel niemals als „fair“ bezeichnet werden. Durch ein Lieferkettengesetz würden Verstöße deutscher Unternehmen gegen Menschenrechte und Umweltstandards rechtliche Konsequenzen haben.

Im besten Fall führt dies dazu, dass Menschenrechte geachtet und Umweltstandards eingehalten werden. Und verantwortungslose Unternehmen, die einen Schaden angerichtet haben, müssten den betroffenen Menschen Schadensersatz leisten.

In beiden Fällen wird der Handel durch ein Lieferkettengesetz fairer.

Quelle: Initiative Lieferkettengesetz
Was bedeutet ein „gutes Leben“ für Sie?

Ein „gutes Leben“ bedeutet für mich, dass Menschen auf der ganzen Welt „gut leben“ können. Unerlässlich dafür ist, dass jeder Mensch die Menschenrechte wahrnehmen kann. Diese umfassen, unter anderem, das Recht auf Sicherheit, das Recht auf Bildung und das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung. Es braucht ein faires Wirtschaftssystem, um diese und viele weitere Rechte gewährleisten zu können und somit für ein „gutes Leben“ zu sorgen.

Wie kann man sich bei Ihnen engagieren?

Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Bündnis von über 100 Organisationen. Auf der Website der Initiative finden sich immer wieder Aktionen, an denen man leicht online teilnehmen kann (zum Beispiel das Versenden einer Protest-Mail). Des Weiteren kann man sich dort über ein mögliches Gesetz informieren und mit dem so gewonnenen Wissen die eigene Familie, Freunde etc. von der Notwendigkeit eines Lieferkettengesetzes überzeugen.

Als Organisation ist es zudem möglich, der Initiative als Unterstützer beizutreten.

Mehr Informationen zur Initiative Lieferkettengesetz

Das Interview führten Schüler*innen vom Robert-Havemann-Gymnasium in Berlin Karow

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