Quelle: nanihta/photocase.de
Konsum
#fairhandeln

Einen Tag „fair“ leben – geht das?

Ob Kaffee, Kakao oder Kosmetik: Jeden Tag kommen wir mit einigen Produkten in Kontakt, ohne groß darüber nachzudenken. Doch für welche dieser Produkte bietet sich vielleicht eine faire Alternative, die wir in unseren Alltag integrieren können?

Lou-Antoinette, 20 Jahre

Einige der Produkte, die wir regelmäßig verwenden, können auch durch fair gehandelte Alternativen ersetzt werden. Die meisten Dinge sind uns wahrscheinlich gar nicht mal so bewusst. Um euch einen kleinen Eindruck zu geben, welche fairen Produkte ihr ausprobieren könnt, habe ich euch eine Übersicht zusammengestellt. Ihr seid natürlich auch eingeladen selbst zu recherchieren und unsere Liste zu ergänzen! Postet eure Vorschläge einfach unter #fairhandeln!

Fairer Handel ist das neue Veggy

Der Wecker klingelt und du schlurfst in die Küche. Ein Knopfdruck und der Geruch von Kaffee erfüllt den Raum.

Kaffee ist wahrscheinlich DAS Produkt, welches den meisten in den Sinn kommt, wenn sie den Begriff “Fairer Handel“ hören. Ein möglicher Grund hierfür könnte dessen weltweiter Status als zweitwichtigster Exportrohstoff (gleich nach dem Erdöl) sein. Tatsächlich nimmt Kaffee ein Drittel der Produkte des Fairen Handels ein. Jedoch gibt es auch andere Getränke, die fair gehandelt werden und damit einen Platz in unserem Alltag verdienen. So werden zum Beispiel auch faire Varianten an Orangensaft, Tee und Wein von diversen Marken angeboten und sind bei großen Supermarktketten erhältlich.

Ein kräftiges Frühstück darf natürlich auch nicht fehlen, um genug Energie für den Tag zu tanken. Aus fair gehandeltem Reis, Milch und Zucker oder Honig lässt sich im Handumdrehen ein leckerer Milchreis zubereiten. Anlässlich zur Fairen Woche könnt ihr auch ein Faires Frühstück mit der Familie, Freunden oder in der Klasse veranstalten, um gemeinsam die fairen Produkte zu testen und über das Thema zu diskutieren.

Kleiner Tipp: Wer mag, kann auch mal versuchen, sein Lieblingsrezept mit so vielen fair gehandelten Produkten wie erhältlich, zu kochen. Auch fair gehandelte Gewürze könnt ihr dafür benutzen. Guten Hunger!

Wer schön sein will muss (fair) handeln

Als nächstes geht es ins Badezimmer. Mit einem Reinigungsgel wäschst du dir das Gesicht und springst unter die Dusche mit Shampoo und Duschgel. Danach kommen Body Lotion und After Shave zum Einsatz.
All diese Produkte, die du während deiner morgendlichen Routine benutzt, gibt es auch von fairen Herstellern. Das Angebot in der Kosmetikabteilung beinhaltet sogar faire Produkte wie Handcremes und Parfümsticks.

Ein Schritt vor die Tür erinnert uns daran: In der kalten Jahreszeit sind Pullover, eine Mütze und ein Strickschal unentbehrlich.

Keine Sorge, du brauchst nicht im Kartoffelsack herumzulaufen, wenn du dich dafür entscheidest, fair hergestellte Klamotten zu tragen. Faire Kleidung kann auch stilvoll sein, einige Influencer machen es vor. Die ganz kreativen unter uns können sich natürlich auch selbst etwas schneidern – aus fairen Stoffen.

Green IT – Grüne Informationstechnik

Eine Kalendererinnerung an das Treffen mit der Lerngruppe in 20 Minuten erscheint auf dem Handydisplay und du machst dich auf den Weg in die Schule.

Die Entwicklung von fair gehandelter Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Seit einigen Jahren gibt es Mobiltelefone ,eine Computermaus und sogenannte „All-in-One“ Geräte , die auch preislich mit den nicht-fairen Geräten mithalten können. Der Großteil der Bestandteile ist nachhaltig eingekauft, doch leider ist es bisher nicht möglich, 100 Prozent fair zu produzieren – dafür bestehen solche Geräte einfach aus zu vielen unterschiedlichen Materialien (darunter zum Beispiel Zinn, Wolfram, Gold, Kupfer und Nickel.) Einige Startups tüfteln aber sicher schon an neuen Möglichkeiten, faire Technik herzustellen. Produktion und Handel ist die eine Seite. Aber beim fairen Umgang mit Technik spielt auch die Entsorgung eine Rolle.

Und das war nur der Anfang

Und sonst so?

Auch der Freizeitspaß kommt bei Fairem Handel nicht zu kurz. Im Fußballverein können fair produzierte Sportbälle verwendet und zum Muttertag oder Vatertag kannst du beispielsweise faire Schnittblumen mitbringen, die unter fairen Arbeitsbedingungen angebaut und gehandelt wurden und dabei der Umwelt nicht schaden.

Falls mal ein Umzug ansteht oder nur umdekoriert werden soll, gibt es beispielweise nachhaltige Möbel, wie Schuhregale, Sitzsäcke oder Hängematten, die aus Bio-Baumwolle und unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wurden. Weitere, vom Fairen Handel erschlossene Bereiche, sind Goldschmuck, Grußkarten und vieles mehr.

Fair gehandelte Produkte lassen sich in ganz viele unserer Lebensbereiche integrieren. Wer erst anfängt, sich damit zu beschäftigen, wird feststellen, dass das Angebot schon jetzt sehr groß ist. Und stetig wächst. Das meiste ist in Weltläden und online erhältlich, zunehmend aber auch bei gängigen Supermarktketten und in Drogerien. Erkennen kannst du die fair gehandelten Produkte am einfachsten anhand der entsprechenden Siegel und Logos.

Woran erkennst du Produkte aus Fairem Handel?

Die Faire Woche wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes, durch MISEREOR und durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des

facebookinstagram playyoutubetwitter